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Dampfgarer

Der große Dampfgarer Ratgeber – Gesünder Essen durch schonendes Garen

Diese uralte, asiatische Tradition hat es schon lange nach Europa geschafft, doch momentan sind Dampfgarer aktuell wie nie zu vor. Sie bringen drei Eigenschaften mit, die in der heutigen, hektischen Welt Gold wert sind: Mit ihnen kocht man binnen weniger Minuten gesundes Essen zu Niedrigpreisen. Während die ursprüngliche chinesische Variante des Dampfgarers aus geflochtenen Bambuskörbchen, die über heiße Wasserdämpfe gehängt wurden, der Vergangenheit angehört, entwickelten große Hersteller die unterschiedlichsten Arten von Dampfgarern. Diese sind nicht nur in der Gastronomie anzufinden, sondern gelangen immer häufiger in den gemeinen Haushalt. Der Vorteil ist hier, dass mehrere Speisen zur gleichen Zeit gegart werden können.




Allgemeine Klassifizierung

Im Wesentlichen gibt es zwei unterschiedliche Arten an Dampfgarern: Der erste Typ arbeitet ohne Druck, während der zweite sich durch die Arbeit mit Druckaufbau auszeichnet. Ersterer ist eher für den normalen Hausgebrauch gedacht. Dampfgarer mit Druck fungieren nach dem Prinzip des Schnellkochtopfes, jedoch befinden sich die Speisen oberhalb der Wasseroberfläche. Durch den Druckaufbau können dank dieser Art des Dampfgarens Temperaturen von bis zu 120 Grad bei 2 bar erreicht werden. Herkömmliche Dampfgarer erreichen vergleichsweise nur Temperaturen bis zu 100 Grad. Dadurch wird die Garzeit der Speisen deutlich verkürzt.

Ein weiteres wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die Flexibilität des Gerätes. Mobile Dampfgarer besitzen eine praktische Funktion im Alltag. Sie sind besonders in kleinen Haushalten, die nicht allzu oft Speisen dampfgaren, zu gebrauchen. Sie können aus Edelstahl oder Kunststoff gefertigt sein. Während ersteres aufgrund des Edelstahls höherwertiger und langlebiger ist, sind Aufsätze aus Kunststoff preiswerter. Die Temperaturregelung gestaltet sich hier außerdem nicht sehr einfach.

Mobile Dampfgarer bestehen aus einem beheizten Unterbau mit einem Wasserdank. Bis zu drei Aufsätze können darüber angebracht werden. Deckel verschließen die Aufsätze etwas undicht, damit Wasser entweichen kann. Zu den mobilen Dampfgarern gehören auch freistehende Geräte, auch Standdampfgarer genannt. Sie kommen häufig aufgrund ihrer hohen Leistungswerte in der Gastronomie zum Einsatz, da sie einem Dampfbackofen (siehe unten) sehr ähnlich sind. Jedoch besitzen sie weniger Extra- Funktionen. Sie sind aus Edelstahl gefertigt und können drei bis vier Schienenebenen aufnehmen, auf denen die Speisen verteilt werden. Das Volumen variiert hier von 25- bis 40/ 50 Litern. Dies hängt von den Herstellern ab. Sie sind oft mit einer Klappe inklusive Sichtfenster auf der Vorderseite zum Befüllen des Dampfgarers ausgestattet. Während des Garens sollten nur die seitlichen Öffnungen benutzt werden, denn sonst gerät der heiße Dampf ins Gesicht und kann zu starken Verbrennungen führen. Vorsicht sei hier geboten!

Dampfgarer für zu Hause und für den gastronomischen Betrieb

Der Dampfgareinsatz ist besonders für neugierige Experimentierfreunde gedacht. Wer nicht gleich allzu tief in die Tasche greifen möchte, um das Dampfgaren auszuprobieren, fährt mit einem Dampfgareinsatz richtig. Hierbei handelt es sich um einen Edelstahleinsatz für den Topf. Der Korbboden ist mit Löchern versehen. Durch diesen kann der Wasserdampf nach oben steigen und die Speisen im Korb garen. Auf den Topf steht der Korb mit kleinen Füßchen. Damit die Lebensmittel gar werden, muss nur ein wenig Wasser- ein paar Zentimeter hoch- in den Topf gefüllt werden. So können beispielsweise leckere grüne Bohnen, Brokkoli oder Blumenkohl schnell und schmackhaft gegart werden.

Der elektrische Dampfgarer ist das beliebteste Modell für den privaten Haushalt und wird am meisten verkauft. Da er zu den mobilen Geräten zählt, ist er nach dem Kochen leicht wegzuräumen und steht nicht im Weg. Er besteht je nach Qualität und Preis aus Edelstahl, Glas oder Kunststoff. Ein Sockel dient zur Bildung des Dampfes. Je nach Hersteller ist dieser rund oder eckig. Darauf werden mehrere Behälter platziert, die jeweils eine Öffnung auf der Unterseite besitzen, damit der Dampf nach oben hin durch alle Lebensmittel ziehen kann. Dank der vielzähligen Etagen können mehrere Speisen mit einem Mal gleichmäßig zubereitet werden. Dampfgaren besitzt nämlich eine überzeugende Eigenschaft: Während des Garprozesses kann das Gemüse oder der Fisch nicht zerkochen. So gehen keine Vitamine verloren und der intensive Geschmack bleibt erhalten. Sehr gute Dampfgarer im Test findet man auf dieser Webseite.

Bei dem Systemgarer handelt es sich um ein Gerät, der als Vorstufe des Dampfbackofens bezeichnet werden kann. Dieser Systemgarer besteht genau genommen aus einem Zubehörset, mit dessen Hilfe jeder Heißluftbackofen in einen Dampfbackofen verwandelt werden kann. Hier muss jedoch aufgepasst werden, denn akute Schimmelgefahr besteht bei Benutzung. Der Wasserdampf legt sich bei Benutzung in Form von Kondenswasser an den Seiten des Ofens ab. Eine aufwendige Reinigung, die einen hohen Aufwand beinhaltet, steht daher nach jeder Benutzung an.

Der Einbau- Dampfgarer oder auch Dampfbackofen ist bekannt als Luxusmodell unter den Dampfgarern. Er ist sehr effizient, aber auch sehr kostspielig in der Anschaffung. Daher lohnt sich ein Kauf nur bei mehrmaliger Benutzung in einer Woche. In der Regel benutzen große Haushalte oder Restaurants dieses Modell. Der Dampfbackhofen ist Teil eines normalen Herdes. Ob dieser mit einem Glaskeramikfeld oder einem Induktionsherd ausgestattet ist, hängt vom Hersteller ab. Neben der herkömmlichen Funktionen der Ober- und Unterhitze, einer Grillfunktion sowie einer Mikrowellenfunktion zeichnet sich der Einbau- Dampfgarer durch eine Dampffunktion aus. Die Speisen werden dadurch schonend gegart. Keine Vitamine gehen verloren, dies ist der Regelfall beim Kochen oder Backen der Produkte. Im Vergleich zu einem elektrischen Dampfgarer kann hier der gesamte Innenraum des Ofens befüllt werden. Dampf kann kontrolliert in das Gerät befördert werden. Ein Timer dient hier zur Vorprogrammierung. Absaugen von Dampf ist dementsprechend auch ohne Probleme möglich. Außerdem setzt sich kein Kondenswasser an den Wänden im Vergleich zum Systemgarer ab. Einige höherpreisliche Modelle sind mit einer Zusatzfunktion ausgestattet: Mit ihr kann der Innenraum über ein Ventil luftdicht verschlossen werden. Dadurch wird der Druck im Innenraum erhöht . So kann die gewünschte Temperatur gezielter erreicht werden.

Spezielle Dampfgarer:

Besonders bequem wird die Zubereitung der Babynahrung mit einem speziellen Dampfgarer. Dieser besteht letztendlich nur aus einer Kombination eines Dampfgarers und eines Mixers. Er ist in der Lage speisen zu garen und sie anschließend in unterschiedlichen Stufen zu pürieren. Meistens besitzen sie ein geringes Füllvermögen und können nur einzelne Portionen herstellen. Dies macht die Zubereitung sehr viel einfacher, da so lästiges Abmessen der Zutaten wegfällt. Wer gerne Portionen für die ganze Woche mit einem Rutsch vorbereiten möchte, muss nach größeren Modellen auf dem Markt Ausschau halten. Jedoch ist hier zu beachten, dass diese Dampfgarer meistens nicht in die Geschirrspülmaschine passen und daher mit Hand gereinigt werden müssen. Wichtig ist zudem, dass die Behälter BPA- und Phthalates- frei sind. Unnötige Weichmacher, die womöglich in die Nahrung gelangen können, sind bei einem Dampfgarer für Babynahrung unangebracht.

Der Reisdämpfer ist wie der Name schon gesagt für ein spezielles Produkt gedacht. Er ist meistens mit einem Volumen von 1,5 bis 2 Litern kleiner als andere Dampfgarer und besteht aus Kunststoff oder Edelstahl. Für die Benutzung sollte eine geringe Menge an Wasser eingefüllt werden. Wenn dieses kocht, entsteht Dampf. Der Reis wird darüber in einen Behälter eingelagert. Mit nützlichen Zusatzfunktionen wie eine Aufwärmfunktion kann der Reis am nächsten Tag noch einmal nachträglich erhitzt und verspeist werden. Auf isolierte Griffe muss an einem Edelstahl- Reisdämpfer geachtet werden, denn diese können während des Betriebs des Gerätes sehr heiß werden.

Rezeptideen für den Dampfgarer

Das Gerät ist gekauft und man weiß auch, wie es handzuhaben ist. Schön und gut, doch was wird jetzt damit Leckeres auf den Tisch gezaubert? Zwei Rezepte für den Dampfgar- Amateur sollen zur Inspiration dienen.

Leckere, selbstgemachte Semmelknödel (Originalrezept) innerhalb von wenigen Minuten auf dem Tisch? Leichter geht es nicht. 125 ml Milch muss mit einem Ei vermengt werden. Diese Mischung wird über 150 g Semmelwürfel gegossen. Nach der Zugabe von 35 g sowie Abschmecken mit Pfeffer, Salz und Petersilie darf die Masse etwa 15 Minuten ziehen. Daraufhin dürfen Knödel mit feuchten Händen geknetet werden. Diese kommen dann in den Garbehälter. Nach nur 20 Minuten können diese verspeist werden.

Ein weiteres Rezept ist ein Fischgericht mit Lachs, Kartoffeln und Brokkoli. Nach Waschen und Salzen können diese zeitgleich in den Dampfgarer gegeben werden. Während die Kartoffeln etwa 30 Minuten bei 85- 90 Grad brauchen, sind der Lachs und der Brokkoli bereits nach 10 Minuten fertig. Eine Soße bestehend aus einer Mehlschwitze, 150ml Suppenfond und Schlagsahne darf mit Kräutern abgeschmeckt und neben den restlichen Komponenten dieses einfachen und dennoch unschlagbar leckeren Essens serviert werden.